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Europlan

Bei der Europlan-Rente handelt es sich nicht um eine garantierte Rente, sondern um laufende Teilauszahlungen aus einer Lebensversicherung. Die Police der Clerical Medical wird über einen kreditfinanzierten Einmalbetrag erworben. Das Darlehen wird bei Laufzeitende mit Hilfe eines Investmentfonds getilgt.

Die Teilzahlungen aus der Lebensversicherung werden geleistet, solange Kapital vorhanden ist. Erzielt der Versicherer die beim Europlan kalkulierte Rente, ist planmäßig Kapitalerhalt bis zum Ablauf gegeben. Erzielt der Versicherer weniger Rendite als kalkuliert, kann teilweiser und völliger Kapitalverzehr eintreten, wenn die Teilauszahlungen nicht reduziert werden.

Nachdem die Renditen aus den Policen der Clerical Medical sich nicht einstellen und die tragende Säule des Rentenmodells einbricht, stellt sich die Frage nach der Verantwortlichkeit. Die Initiatorin und Prospektherausgeberin des Europlans, die Röbke & Partner Finanzmakler GmbH, hat Insolvenz angemeldet. Es empfiehlt sich, Schadensersatzansprüche gegenüber dem Insolvenzverwalter anzumelden oder gegen Clerical Medical selbst vorzugehen.

Für ein Vorgehen gegen die finanzierenden Banken bietet das Verbraucherkreditrecht einen ganz anderen Ansatzpunkt. Kreditverträge der neunziger Jahre verstoßen regelmäßig gegen die Gesamtbetragsangabepflicht. Rechtsfolge dieses Verstoßes ist, dass sich der Zinssatz auf 4 % reduziert. Hat die Bank einen höheren Zinssatz veranschlagt, kann die Differenz von der Bank herausverlangt werden. Zu beachten ist hier die Frage der Verjährung. Wir betreuen zu dieser Frage ein Verfahren vor dem Bundesgerichtshof.



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